Geothermische Energie für die Wasserstoffproduktion

Geothermische Energie für die Wasserstoffproduktion

Ein Pilotprojekt in Island hat gezeigt, dass die Kosten für die Wasserstoffproduktion mithilfe geothermischer Energie bis zu einem Drittel der Kosten für die Produktion von grünem Wasserstoff in Europa sinken könnten. Das Projekt, das von Syntholene durchgeführt wurde, entwickelte eine Plattform für die Wasserstoffproduktion mithilfe geothermischer Energie und analysierte deren Kosten. Eine Finanzanalyse von Kellogg Brown and Root (KBR) ergab, dass Syntholenes geothermisch integrierte Wasserstoffproduktionsplattform Wasserstoff zu einem Preis von etwa 1,75 $/kg im besten Szenario und um etwa 2,10 $/kg unter weiteren Verteilungsbedingungen produzieren könnte.

Das Projekt zielt darauf ab, einen emissionsarmen Weg für die Wasserstoffproduktion zu demonstrieren, indem geothermische Wärme und Energie mit Hochtemperatur-Solid-Oxid-Elektrolyse-Zell- (SOEC-) Technologie kombiniert werden. Syntholene betreibt eine Demonstrationsanlage in Húsavík, Island, die den ersten erfolgreichen Betrieb eines geothermisch integrierten Wasserstoffproduktionssystems erreicht hat. Das Unternehmen plant, die Daten aus der Demonstrationsanlage zu nutzen, um die kommerzielle Einführung von Wasserstoff- und E-Kraftstoff-Technologien in der Zukunft zu unterstützen.

Unterdessen haben thyssenkrupp nucera aus Deutschland und Bharat Heavy Electricals Limited (BHEL) aus Indien eine strategische Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, um alkalische Wasserelektrolyseure für grüne Wasserstoffprojekte in Indien herzustellen. Im Rahmen der Vereinbarung werden die beiden Unternehmen zusammenarbeiten, um die Produktion von alkalischen Elektrolyse-Modulen in Indien zu lokalisieren und die Umsetzung von grünen Wasserstoffprojekten zu unterstützen.

Zusätzlich haben Airbus und MTU Aero Engines Pläne bekannt gegeben, ein Joint Venture zu gründen, um einen vollständig elektrischen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Motor zu entwickeln und zu vermarkten. Die beiden Unternehmen zielen darauf ab, die technologische Entwicklung, das Design, die Tests und die Zertifizierungsprozesse durch dieses Joint Venture zu beschleunigen.

Der französische Wasserstoffhersteller Lhyfe hat 10 neue Container von Hexagon Purus erhalten, die neue 84-Typ-IV-Rohr-Trailer für den Wasserstofftransport enthalten. Das Unternehmen nutzte diese Flotte, um im Jahr 2025 über 1.000 Lieferungen abzuschließen und grünen Wasserstoff in neun europäischen Ländern zu liefern.

Die Europäische Kommission hat den Entwurf der Bedingungen und Konditionen für ihre vierte Wasserstoffauktion veröffentlicht. Die Europäische Wasserstoffbank wird diese Auktion bald starten.

Quelle: PV Magazine

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